Begonnen hat alles mit dem 4m-Funk am 01.04.1977. Später wurde über den zugewiesenen Kanal 468 die 5-Ton-Alarmierung eingerichtet. Diese „Piepser“-Alarmierung wurde seit 1998 sukzessive vom Digitalalarm im 2m-Band abgelöst. Neu kommt jetzt der BOS Digitalfunk hinzu.
Sprechfunk 4 Meter
Der Feuerwehrsprechfunk wurde ab 1977 mit 2 Relaisstellen auf Kanal 468 betrieben. Später kam eine 3. Relaisstelle auf dem Gebäude der Kreisfeuerwehrzentrale hinzu. Da die Funkqualität nicht ausreichte, um Funkmeldeempfänger sicher auszulösen und das Funk-Melde-System zu betreiben, wurde im Oktober 1985 eine Gleichwellenfunkanlage im Kreis Paderborn installiert und im Laufe der Jahre auf die maximale Zahl von 7 Umsetzern erweitert. Über die Gleichwellenfunkanlagen konnte nun die Kommunikation zwischen Einsatzmitteln und Leitstelle, wie auch eine erstmals mögliche selektive Alarmierung über analoge Funkmeldeempfänger, erfolgen. Die Gleichwellenumsetzer (Relaisstellen) sind per Datentelegramm fernsteuerbar und senden Steuer- bzw. Fehlermeldungen zur Leitstelle. Sie sind mit 12-V-Notstrom versorgt, der für ca. 4 Std. Notbetrieb ausreicht.
Im Frühjahr 2008 ist eine neue, zweite Gleichwellenfunkanalage aufgebaut worden. Die Erstinbetriebnahme erfolgte auf dem Testkanal 422 im Mai 2008. Nach dem zufriedenstellenden Test wurde dann wurde dann auf dem Katastrophenschutzkanal der Echtbetrieb simuliert. Die letzte Änderung an der neuen Gleichwellenfunkanlage wird die Trennung der 70-cm-Anbindung der Zentraleinheit an das Leitsystem sein.
Die Funkanlagen mit Antennen werden von der Funkwerkstatt gewartet, damit ein reibungsloser Betrieb gewährleistet ist.
Auflistung der Aufgaben der Funkwerkstatt:
In der Funkwerkstatt des Kreises Paderborn werden ca. 85 Fahrzeugfunkgeräte im 4m-Band und 75 Handsprechfunkgeräte im 2m-Band gewartet, gepflegt und gegebenenfalls repariert.
Gleiches gilt für die etwa 200 Meldeempfänger und diverse andere Elektrogeräte.
Digitale Alarmierung im 2m-Band
Zur sicheren und schnellen Alarmierung der Einsatzkräfte und zur Entlastung des Sprechfunkverkehrs werden digitale Funkmeldeempfänger (DME) eingsetzt. Bis 1997 lief die Alarmierung der Einsatzkräfte über 5-Ton-Folge und Sirenenalarm. Die digitale Alarmierung wurde 1997 im Kreis Paderborn flächendeckend eingeführt und im ersten Schritt der Rettungsdienst des Kreises komplett auf digitale Meldeempfänger umgestellt.
Das Herzstück des Systems ist der Einsatzleitrechner (ELR) in der Leitstelle. Der ELR schlägt aufgrund der hinterlegten Daten und dem gewählten Einsatzstichwort das nächstgelegene und verfügbare Rettungsmittel vor bzw. die zuständigen Einheiten der Feuerwehr. Der ELR übermittelt dem Multialarmgeber die digitalen Alarmierungscodes für die zu alarmierenden Einsatzmittel. Nach Auslösen des Alarms werden die hinterlegten DME aller Einheiten angesprochen.
Digitalfunk BOS
Der Digitalfunk nach TETRA Standard wird zurzeit in NRW eingeführt. Der abzulösende analoge Funk bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben soll sukzessive zurückgefahren werden.
Der Aufbau des Digitalfunknetzes, mit 45 Netzabschnitten deutschlandweit, soll bis 2012 abgeschlossen sein. NRW ist neben Berlin, Hamburg und Baden-Württemberg eines der sog. Starterländer. In NRW erfolgt der Ausbau nach einem neuen Roll-Out-Plan, wobei der Digitalfunk in den dich besiedelten Gebieten zuerst in Betrieb gehen soll. Die Planung für NRW sieht 444 Basisstationen vor. Davon sind 11 Basisstationen für die Funkabdeckung des Kreises Paderborn geplant.
Für die technische Umrüstung der Leitstelle des Kreises Paderborn, sowie für die Ausstattung der Fahrzeuge wird eine Übergangszeit und ein Parallelbetrieb von Analog- und Digitalfunk erforderlich sein. Bis zur endgültigen Nutzung des Digitalen BOS-Funks sind die Anwender zu qualifizieren und es ist noch ein erheblicher finanzieller und organisatorischer Aufwand zu bewältigen.

Ab sofort gilt eine neue Rufnummer zur Vermittlungs des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.
Unter der Rufnummer 01 80 / 5 04 41 00 (14ct/min,...
