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SONNTAG 05. FEBRUAR 2012
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AUSBILDUNG IN TEESSIDE

Pressemitteilung

Feuerwehrbeamte der Kreisleitstelle trainierten in England für den Ernstfall

Für den Ernstfall gerüstet

Kreis Paderborn (krpb). Auf dem Flughafenfeld schlagen die Flammen meterhoch zum Himmel. Den Rettungskräften schlägt eine unerträgliche Hitze entgegen. Doch selbst durch die undurchsichtigste Rauchwolke hindurch müssen sie sich binnen weniger Sekunden einen Überblick verschaffen.

Menschenleben sind in Gefahr: Was dort auf dem Rollfeld lichterloh brennt, ist eine Trident, ein Flugzeug mit ca. 140 Sitzplätzen.

 

Das alles ist glücklicherweise nur ein Übungsszenario: 14 Feuerwehrbeamte von der Kreisfeuerwehrzentrale in Büren-Ahden tauschten für fünf Tage ihren gewohnten Arbeitsplatz gegen das Ausbildungsgelände des International Fire Trainings Centers in Teesside im Nordosten Englands ein. Dort erwartete sie eine Spezialausbildung, die all jene durchlaufen müssen, die im Flughafenbrandschutz eingesetzt werden.

Die Leitstellenbeamten qualifizieren sich mit dieser Ausbildung auch für den Flughafenbrandschutz am Flughafen Paderborn/Lippstadt. Seit dem Jahr 2000 wurden bereits über 80 Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr in Teesside auf Rettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen vorbereitet.

Alles im Griff

Die theoretische Ausbildung der einzusetzenden Kräfte erfolgt in Büren-Ahden. Flugzeugkunde, Einsatztechniken und Menschenrettung stehen auf dem Stundenplan. "Nach einer Einweisung in die Handhabe der Löschtechniken und einer Sicherheitsschulung können wir in England dann direkt aufs Rollfeld und unter realen Bedingungen den Ernstfall trainieren", erklärt Wigbert Carl, Kreisbrandamtsrat und Leiter des Flughafenbrandschutzes.

Das Übungsterrain in England ermöglicht es, mit realen Brennstoffen, Löschmitteln und Originalflugzeugen zu üben. Um Statisten nicht zu gefährden, werden Dummies eingesetzt. Über 70 Länder schicken ihre Einsatzkräfte nach Teesside, um ihre Kräfte speziell schulen zu lassen.

Die Katastrophe wird geprobt

Die 28- bis 57-jährigen Einsatzkräfte aus Paderborn lernten, mit Fahrwerks-, Triebwerks- und Vollbränden, einem Zellbrand sowie einem Gastankbran d. umzugehen. Wer einen Crash oder Absturz überlebt, hat das Schlimmste noch nicht überstanden. Rasend schnell frisst sich das Feuer durch die Maschine. Bereits nach wenigen Minuten schmilzt bei einem Vollbrand die Aluminiumhaut des Flugzeuges. "Nach 10 Minuten muss die Feuerwehr bei einem Gebäudebrand vor Ort sein. Bei einem Flugzeugbrand muss hingegen bereits nach 3 Minuten mit der effektiven Brandbekämpfung begonnen werden", betont der Experte Wigbert Carl, der in Büren-Ahden die theoretische Brandschutzausbildung der Kollegen übernimmt und sie zum wiederholten Male auch nach England begleitet hat. "Wir können dort unter realen Bedingungen trainieren, was für uns von unschätzbarem Wert ist", untermauert Ulrich Hilkenbach, Leiter der Kreisfeuewehrzentrale in Büren-Ahden. In 2010 werden deshalb auch weitere 13 Feuerwehrbeamte die Spezialausbildung durchlaufen.

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