In der Kreisfeuerwehrzentrale wird die Atemschutzwerkstatt des Kreises Paderborn, zur Überprüfung, Wartung und Pflege sämtlicher Atemschutzgeräte der Feuerwehren des Kreises durchgeführt.
Zu den Hauptaufgaben der Atemschutzwerkstatt gehört die Wartung und Pflege der Einsatzmittel.
Alle Atemschutzgeräte müssen nach Einsatz und Übung gewartet und überprüft werden. Zusätzlich gibt es festgelegte Prüffristen, zu denen die Geräte überprüft werden müssen, unabhängig davon ob sie gebraucht wurden oder nicht.
Dazu gehören Pressluftatmer, Regenerationsgeräte mit den jeweils zugehörigen Atemschutzmasken und Chemikalienschutzanzüge (CSA). Atemschutzmasken werden bei der Anlieferung nach Gebrauch zunächst komplett zerlegt, gereinigt und desinfiziert. Anschließend wandern sie für ca. zwei Stunden in einen Trockenschrank, um auch die letzte Feuchtigkeit aus der Maske zu entfernen. Erst danach können die Masken wieder zusammengesetzt werden. Nach einer erfolgreichen Prüfung am eigens dafür vorgesehenen Prüfgerät Prestor von Dräger werden die Masken in Schutzfolien eingeschweißt und können dann den Feuerwehren des Kreisgebiets wieder zur Verfügung gestellt werden.
Pressluftatmer, Regenerationsgeräte und CSA werden an dem Prüfgerät Questor 3 von Dräger auf Funktion bzw. Dichtigkeit überprüft, bevor diese wieder in Dienst gestellt werden dürfen.
Eine weitere Aufgabe ist das Befüllen und Umfüllen von Sauerstoff. Mittels der Sauerstoffumfüllpumpe, werden alle Flaschengrößen mit Sauerstoff befüllt.
Durch die zentrale Atemschutzwerkstatt wird so auch die Sauerstoffversorgung der kreiseigenen Rettungswachen sichergestellt.
Zur Befüllung der Atemluftflaschen (Pressluftatmer) steht ein Druckluftkompressor mit zwei Füllleisten (200 bar 300 bar) zur Verfügung.
Für den reibungslosen Ablauf hält die Atemschutzwerkstatt auch ein umfangreiches Ersatzteillager vor, so dass eine schnelle Reparatur sichergestellt werden kann.
Insgesamt durchlaufen täglich im Jahresmittel etwa 20 Pressluftatmer, Masken, Regenerationsgeräte und Chemikalienschutzanzüge die Werkstatt und werden dort aufbereitet.
Jeder Feuerwehrmann kann nach dem Grundlehrgang, bei körperlicher Eignung, die zusätzliche Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger in der Übungsanlage absolvieren.
Bei dieser Übungsanlage handelt es sich um eine etwa 75 Meter lange Drahtgitteranlage, die durch eine Industrieanlage und einen Übungstank komplettiert wird.
Der eigentlichen Übungsanlage ist ein Kontrollraum angeschlossen, über den der Übungsablauf über verschiedene Mechanismen realistisch dargestellt werden kann. Insbesondere kann hier die Temperatur und Helligkeit geregelt werden, wie auch eine akustische und auch optische Einsatznachstellung simuliert werden. Durch eine Nebelmaschine wird eine realistische Einsatzsituation geschaffen.
Über Infrarotkameras kann der Übungsablauf vom Kontrollraum aus die gesamte Zeit überwacht werden.
Seit dem Jahre 2008 findet die zusätzliche Kontrolle der Auszubildenden mittels drahtloser Pulskontrolle durch einen Brustgurt statt.
Einmal jährlich muss jeder Feuerwehrmann seine Tauglichkeit in dieser Anlage von Neuem unter Beweis stellen.

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