Quelle: KBU-Journal - Feuerwehr Fachzeitschrift
Der sympathische Flughafen in Ostwestfalen
Kurz vor seinem vierzigsten Jubiläum im kommenden Jahr blickt der Flughafen Paderborn/Lippstadt zurück auf eine durchweg erfolgreiche Geschichte: Die Entwicklung vom reinen „Landeplatz“ zum leistungsorientierten Verkehrsflughafen mit modernsten Serviceeinrichtungen sowie einem umfangreichen Mix aus Touristikangeboten und schnellen Business-Flügen in alle Welt.
In der Mitte Deutschlands, an den Verkehrsachsen A44 und A33 gelegen, ist der Airport aus allen Himmelsrichtungen über kurze und bequeme Wege erreichbar. Für die Einwohner Ostwestfalens, des südlichen Niedersachsens, Nordhessens und des Sauerlandes stellt er eine der wichtigsten Infrastruktureinrichtungen dar.
Jährlich nutzen fast 1,3 Millionen Passagiere den Flughafen Paderborn/Lippstadt. Mit einem stetig aktualisierten Touristikflugprogramm stehen dem Urlaubsreisenden auch in diesem Sommer wieder mehr als dreißig attraktive Ziele in den beliebtesten Ferienregionen Süd-Europas, Nordafrikas und der Türkei zur Auswahl.
Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin bietet sonnenhungrigen Urlaubern eine besonders große Vielzahl von Destinationen in Spanien, in Nordafrika sowie auf den Balearen und den Kanarischen Inseln an. Weitere Airlines wie TUIfly, SunExpress, Sky Airlines, Germania, Tunisair, Blue Wings und Nouvelair Tunisia ergänzen das touristische Angebot. Mit den beiden Fluggesellschaften Bulgarian Air Charter und Air Via werden ab Mai 2008 die immer beliebter werdenden Ziele Burgas und Varna an der Schwarzmeerküste in Bulgarien wieder mehrmals wöchentlich erreichbar. Sogenannte Low-Cost-Flüge der Fluggesellschaft Air Berlin runden das umfassende Netzwerk mit kostengünstigen Flugverbindungen zu den wichtigsten Metropolen Europas ab und ergänzen die Business-Flüge der Lufthansa zu den Knotenpunkten Frankfurt und München. Damit ist auch die Geschäftswelt der Region mit den wichtigsten Wirtschaftszentren Europas und der ganzen Welt verbunden.
Wenngleich der Schwerpunkt des Angebotes im Wesentlichen auf dem Touristikflugverkehr liegt, so bietet der Regionalflughafen auch dem Linienflugverkehr sowie dem gewerblichen und dem nicht gewerblichen Flugverkehr einen attraktiven Standort.
Durch seinen kontinuierlichen und bedarfsgerechten Ausbau stehen modernste und fast bei allen Wetterlagen nutzbare Luftfahrteinrichtungen für den regelmäßigen Flugverkehr mit Flugzeugen bis zur Größenordnung von Boeing 757 bis 767 und Airbus A310 zur Verfügung. Daher hat sich der westfälische Airport auch als Partner vieler bedeutender Luftfahrtunternehmen entwickelt; aber auch Dienstleistungs- und Produktionsbetriebe haben sich auf seinem Gelände bzw. in dem unmittelbar angrenzenden Gewerbegebiet angesiedelt.
Durch die Stationierung mehrere Business-Charterunternehmen besteht für den Interessierten jederzeit die Möglichkeit individueller Geschäftsreiseflüge mit Jets oder Turboprobflugzeugen. Für die heimische Industrie ist der Flughafen ein idealer Standort für werkseigene Luftfahrzeuge um von hier aus schnell und sehr flexibel die gewünschten Ziele rund um den Globus zu erreichen.

Zwei sehr aktive Luftsportvereine, die der Kategorie der allgemeinen Luftfahrt zuzuordnen sind, finden hier ihre Heimat. Neben ihren nichtgewerblichen Flugschulen bieten sie den zahlreichen Mitgliedern ein vielseitiges Vereinsleben, darüberhinaus sind dort auch Rundflüge für die Öffentlichkeit buchbar.
Die Berechtigungen für den Instrumentenflugbetrieb und die Ausbildung zum Berufspiloten kann in einer zusätzlichen gewerblichen Flugschule erworben werden.
Als Arbeitgeber und Jobmotor für die heimische Region hat der Flughafen Paderborn/Lippstadt inzwischen eine feste Position erreicht. Allein die Flughafengesellschaft beschäftigt derzeit annähernd vierhundert Mitarbeiter und kann damit die in der Passagier- und Flugzeugabfertigung erforderlichen Serviceleistungen „aus einer Hand“ anbieten. Im Gegensatz zu anderen Flughäfen verzichtet Paderborn/Lippstadt auf Fremdanbieter und investiert überdurchschnittlich viel in die Aus- und Weiterbildung seines Personals.
Lediglich das Catering der Flugzeuge übernehmen zwei angesiedelte Unternehmen.
Weitere sechshundert Personen finden bei den Luftfahrtunternehmen, den Behörden sowie bei den sonstigen Dienstleistern wie Reisebüros, Gastronomiebetrieben und im Airport-Hotel einen Arbeitsplatz.
Mit den zahlreiche Serviceleistungen hat sich der westfälische Airport weit über die Grenzen seines unmittelbaren Einzugsgebietes hinaus einen Namen gemacht. Fluggäste können sich auf den reibungslosen Urlaubsbeginn in einem entspannten Ambiente freuen. Besonders der Vorabend-Check-in abends vor dem eigentlichen Reisetermin, direkt am Flughafen oder in den Außenstellen in Bielefeld an der Endstation Sieker bzw. am Kulturbahnhof in Kassel, entzerren die Hektik und Wartezeiten vor dem Abflug der Touristikflüge.
Stressfreies Parken -und das größtenteils zum Null-Tarif- ist einer der wesentlichen und bevorzugten Argumente vieler Passagiere bei der Wahl ihres Startflughafens. Keine langen Irrfahrten auf der Suche nach einem geeigneten Stellplatz lassen den Urlaub entspannt beginnen und auf Grund der mehr als 5.000 gebührenfreien Stellflächen lässt sich ganz nebenbei auch noch viel Geld sparen.
Die Sicherheit an Flughäfen hat weltweit einen sehr hohen Standard erreicht und bildet für jeden Flughafen eine der größten Herausforderungen. Zahlreiche Sicherungssysteme und Personal sind notwendig, um den Anforderungen und ständig modifizierten Auflagen der Europäischen Union gerecht zu werden.
Ein wesentlicher Bestandteil zur Sicherung des Flughafens ist u. a. auch die betriebseigene Feuerwehr.
Während bei den Passagieren das Augenmerk vorrangig auf das Flugangebot und den Service gerichtet ist, widmet sich fast unmerklich für die Öffentlichkeit die Flughafenfeuerwehr dem weitgesteckten Aufgabenspektrum des abwehrenden Brandschutzes.
Die Flugzeugbrandbekämpfung und der Flugzeugbrandschutz auf dem Vorfeld stellt dabei die Hauptaufgabe dar - aber auch dem Brandschutz für alle Gebäude und Flächen auf dem Flughafengelände muss sich die betriebliche Feuerwehr widmen. Parallel zu den baulichen Veränderungen und der Ausweitung der Anlagen auf dem Gelände verändert sich auch das Anforderungsprofil zur Sicherung des Flughafens.
Das Team der Flughafen-Feuerwehr stellt sich kontinuierlich auf die bestehenden gesetzlichen Aufgaben zum abwehrenden und vorbeugenden Brandschutz ein.
Ein eigens dafür ernannter Brandschutzbeauftragter ist verantwortlich für die Einhaltung der Bestimmungen gemäß der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO.
Seit der Ansiedlung der Kreisfeuerwehrzentrale Paderborn im Jahr 1977 auf dem unmittelbar am Flughafengebiet angrenzenden Gelände, stellt sich hier in Ahden eine besonders günstige Konstellation dar. Mit der Kreisfeuerwehrzentrale im Westen des Geländes und seit der Fertigstellung eines Betriebszentrums im Jahr 2004 u.a. für die eigene Feuerwehr im östlichen Teil des Flughafengeländes, ist das Optimum an Vorkehrungen gegeben. Die beiden Feuerwehrstationen sind so angeordnet, dass im Ernstfall jeder Punkt der Start- und Landebahn innerhalb von drei Minuten nach Alarmierung erreicht werden kann.
Die Kreisfeuerwehrzentrale des Kreises Paderborn ist mit allen erdenklichen rettungsdienlichen Geräten ausgestattet und beschäftigt zweiundvierzig Feuerwehrbeamte, davon drei Beamte mit der Zugführerausbildung einer Berufsfeuerwehr B 4, fünfundzwanzig Beamte mit der Gruppenführerausbildung einer Berufsfeuerwehr B 3.
Optimale Vorrausetzungen direkt in der Nähe des Flughafens, die insbesondere anfangs für die Aus- und Weiterbildung der Flughafenmitarbeiter zu einer flughafeneigenen Feuerwehr sehr günstig waren und weiterhin nützlich bleiben.
Heute wird die Ausbildung der Flughafenfeuerwehrkräfte in eigener Zuständigkeit durchgeführt. Inzwischen zählen 59 Flughafenmitarbeiter aus den Arbeitsbereichen der Bodenverkehrsdienste und Passage zu den freiwilligen nebenamtlichen Feuerwehrkräften.
Ein Kollege hat die Ausbildung als Leiter einer Freiwilligen Feuerwehr F 6 absolviert, zwei der Flughafenangestellten verfügen über die Verbandsführerausbildung einer Freiwilligen Feuerwehr F 5, zwei weitere haben die Zugführerausbildung einer freiwilligen Feuerwehr F 4.
Darüberhinaus sind sieben Mitarbeiter zum Gruppenführer einer Freiwilligen Feuerwehr F 3 qualifiziert.
Hochmoderne Einsatzfahrzeuge mit großen Löschmittelmengen und umfangreicher Ausrüstung unterstützen das vielseitig ausgebildete Feuerwehrteam.
Zur Gewährleistung eines einheitlichen und stets aktuellen Ausbildungsstandes aller beteiligten Einsatzkräfte am Flughafen Paderborn/Lippstadt, hat die Aus- und Weiterbildung Vorrang und ist Teil des Tagesgeschäfts. Schulungen zu den unterschiedlichsten Flugzeugbaumustern gehören ebenso zur Ausbildung wie das Training am „Flash-Over Container“, der bereits 2001 erworbenen feststoffbetriebenen Simulationsanlage für die Flugzeuginnenbrandbekämpfung.
Im besonderen Maße zahlt sich hier die sehr enge Zusammenarbeit mit der Kreisfeuerwehrzentrale Paderborn aus, die vor allem die theoretischen Grundschulungen abdeckt. Gemeinsam wurde eine flughafenspezifische Ausbildung entwickelt, die neben der Theorie in den Schulungsräumen vor Ort auch eine einwöchige praktische Schulung im internationalen Training-Center Teeside in England beinhaltet.
Zu den Fortbildungsmaßnahmen gehören die fast alljährlich angesetzten praktischen Übungen zur Menschenrettung, Brandbekämpfung und dem taktischen Vorgehen auf einem nahegelegenen Übungsgelände. Auch für die zahlreichen Sonderlehrgänge in den externen Feuerwehr-Trainings-Centern der Flughafenwache in Frankfurt und am Flughafen Schiphol in Amsterdam stellt die Flughafengesellschaft ihre Mitarbeiter frei, um eine Weiterbildung auf sehr hohem Niveau zu gewährleisten.
Die Tatsache, dass mehr als 50% der Flughafenfeuerwehrmänner auch privat in den kommunalen Wachen organisiert sind, bietet darüberhinaus umfangreiche Erfahrungen in Realfällen und ist somit auch ein Garant für die erfolgreiche Arbeit am Flughafen.
Demnach ist jeder der Feuerwehr-Mitarbeiter während seiner Tages- und Nachtdienste am Airport für alle Einsätze bestens gerüstet.
Der Kreis Paderborn hat 42 Feuerwehrbeamte, davon
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt hat 59 nebenamtliche Feuerwehrkräfte,
davon sind 50 Personen atemschutztauglich
Es gibt insgesamt 60 Rettungsdienstmitarbeiter.
Gefordert werden in der Kategorie 7 12.100 Liter Löschwasser und 225 kg Löschpulver.
Vorhanden sind 34.900 Liter Löschwasser und 3.250 kg Löschpulver.

Ab sofort gilt eine neue Rufnummer zur Vermittlungs des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.
Unter der Rufnummer 01 80 / 5 04 41 00 (14ct/min,...
